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Samstag, 16. Januar 2021

Ausflugsziele (Wandern & Spaziergang): Schlösserweg Barenaue

 


Der Corona-Lockdown geht auch für uns mit Einschränkungen bei unseren Freizeitaktivitäten einher. Vieles ist im Winter 2020 nicht möglich so wie wir es eigentlich geplant hatten.

Eine Möglichkeit, die zum Glück noch gegeben ist, sind kleine Wanderungen auch bei kaltem Wetter.

Und so haben wir uns an einem dunstigen Tag auf eine kleine Wanderung in die Nähe der Varusschlacht im nördlichen Osnabrücker Land aufgemacht.

Wir haben den Schlösserweg Barenaue erkundet. 

 

Dazu parkten wir an der Kreuzung Alten Heerstraße/Campemoorweg.

 


Von dort aus ging es den Barenauer Weg hin zum Mittellandkanal. Auf dem Weg gab es doch noch ein wenig Farbe im sonstigen Nebel zu sehen.



Nachdem wir den Kanal an der ersten Brücke überquert hatten, ging es kurz danach rechts ab durch ein kleines Wäldchen. 

 


Aus dem Wald heraus kommt man dann direkt zum Schluss Neu-Barenaue.

 



Die Familie von Bar, die vorher auf der Wasserburg weiter nördlich gelebt hatte, ließ das Schloss im neoromanischen Stil 1857 bis 1862 erbauen. Heute wird das Haus als Wohnhaus genutzt und ist nicht zu besichtigen.

Nach einer kurzen Rast am Weg weg vom Schloss an einer Pferdekoppel ging es dann wieder über den Mittellandkanal zurück zum Ausgangspunkt.

 



Dann gingen wir den Campermoorweg weiter. Auf dem Weg zur Wasserburg Alt-Barenaue kommen dann wirklich „schräge Linden“. 

 



Viele Sagen gibt es warum diese Linden so schräg stehen. Eine besagt, betrunkene Ritter hätten sich an ihnen abgestützt, um nicht in den Graben zu fallen. Der wahre Grund wird aber wohl sein, dass die Wurzeln der Bäume im moorigen Grund keinen ausreichenden Halt finden.

Die Lindenallee endet an der Wasserburg Alt Barenaue, die im 13. Jahrhundert von den Herren von Bar errichtet wurde.

Auch diese kann man nur von außen besichtigen, da auch diese bewohnt wird. Die Wasserburg sieht auch bei schlechtem Wetter sehr romantisch aus.








Infotafeln geben zu der bewegten Geschichte der Burg ausreichende Informationen.


Dann ging es für uns zurück zum Auto und nach Hause.

Die Wanderung bzw. der Spaziergang sind auch als Familie gut zu machen, da alles ebenerdig ohne Steigungen erfolgt. Der Weg ist auch nicht allzu lang oder anstrengend.

Wer möchte kann von hier aus natürlich auch noch das tolle Museum der Varusschlacht besuchen oder in der dortigen Gaststätte einkehren oder in der Varus-Deele etwas essen.

Weitere Infos zur Wegstrecke gibt es auch hier auf diesem Blog wo wir die Rundwanderung entdeckt hatten.


Montag, 6. Juli 2020

Ausflugsziele (Museum): Varusschlacht-Museum Kalkriese (Update Juni 2023)


Das Varusschlacht-Museum und der Park Kalkriese ist ein archäologisches Museum mit angeschlossenem Freilichtmuseum im Bramscher Ortsteil Kalkriese im Osnabrücker Land. Die Anlage wurde gegründet, da Funde darauf hinweisen, dass hier im Jahr 9 n. Christus einer der Schauplätze der Varusschlacht zwischen Arminius und Varus gewesen sein könnte. Nachdem schon länger Funde in der Region gemacht wurden, begannen 1989 planmäßige Ausgrabungen, die viele Münzen, Waffen, Fragmente der Ausrüstung römischer Soldaten, Tier- und Menschenknochen sowie Reste einer Wallanlage zutage förderten.

Wir haben das Museum schon öfters besucht, auch im Rahmen von besonderen Anlässen, wie dem Oster-Leuchten, wie auch an den Römer- und Germanentagen (zu den Römer- und Germanentagen s.u.).

Vom Parkplatz geht man zunächst in das Besucherzentrum, wo der Eintritt entrichtet wird und in dem sich ein kleiner Souvenirshop befindet. 



 Direkt neben dem Besucherzentrum ist ein Gasthaus sowie ein Spielplatz. 


Auf dem weiteren Weg auf das Gelände kann man sich nun entscheiden, ob man zuerst das Museum oder erst das Aussengelände besucht. Wir sind dem Weg in das Aussengelände gefolgt. 




Dort geht es über den Weg der Römer. Dieser wendet sich mit seinen teils beschrifteten eisernen Bodenplatten durch das Gelände und soll das römische Heer symbolisieren. 







Am Wegrand und im Gelände verteilt findet man u.a. den Pavillon des Sehens, den Pavillon des Hörens und den Pavillon des Fragens. Auch viele Infotafeln sind vorhanden.



Das Interessanteste des Außengeländes ist sicherlich der Wall, von dem man annimmt, dass es ein Schutzwall der Germanen für den Angriff auf die Römer war. Es könnte aber auch eine Befestigung für ein Lager der Römer selber gewesen sein. Schön aufbereitet ist das Ganze auf jeden Fall. 









Dort werden viele der Ausgrabungsstücke anschaulich gezeigt. 









Das bekannteste Fundstück und auch das Markenzeichen des Museums ist die Römermaske. 


 Interaktiv und gut gemacht wird man durch die römische Geschichte, die Ausbreitung und bis hin zum Zusammenfall des römischen Reichs geleitet. Daneben erfährt man dann einiges zu den Germanen und wie diese gelebt haben und wie es wohl zur Varusschlacht gekommen ist.

Vom Museum aus geht es auch auf den 40m hohen Aussichtsturm mit Blick auf das Aussengelände und bis hin zu den Dammer Bergen Richtung Norden.




Neben dem Museum gibt es auch noch einen Klettergarten, den wir bisher aber noch nicht besucht haben.

Ob es wirklich die „Varusschlacht“ war, die hier stattfand ist in Wissenschaft und Forschung weiter noch nicht zu 100% klar.
 
Trotzdem ist es spannend die ganzen Ausgrabungen anzuschauen und die wissenschaftlichen Theorien zu der Schlacht zu sehen.

Die Ausstellung und das Museum drinnen wie draußen ist unaufgeregt und spannend und auch für Kinder wirklich interessant aufgebaut, unabhängig davon ob es nun wirklich die Varusschlacht war, die hier stattgefunden hat. Ein Besuch ist wirklich zu empfehlen.
 
Update Juni 2023:
Besonders zu den Römer- und Germanentagen wird auf dem Gelände des Mueseums sehr viel geboten. Meist an Pfingsten wird das Gelände zu einem Heerlage für Römer. Neben Zeltlagern werden auch Schaukämpfe dargeboten und von den Darstellern viel zu der damaligen Zeit erklärt. Besonders für Familien mit Kindern ist das sehr spannend.













Eintrittspreise:

Eintritt Dauerausstellung und Sonderausstellung
Erwachsene >> 9,50 €, Ermäßigte** >> 6,50 €
Familienkarte für zwei Erwachsene und Kinder >> 20,00 €

Eintritt Dauerausstellung in Zeiten ohne Sonderausstellung
Erwachsene >> 7,50 €, Ermäßigte** >> 4,50 €
Familienkarte für zwei Erwachsene und Kinder >> 16,00€

Öffnungszeiten:


April bis Oktober
Täglich geöffnet von 10:00 bis 18:00 Uhr

November bis März
Montags geschlossen
Dienstag bis Sonntag geöffnet von 10:00 - 17:00 Uhr
An Heiligabend und Silvester ist geschlossen
Am 1. und 2. Weihnachtstag und an Neujahr ist von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet

Kontakt/Anfahrt:
https://www.kalkriese-varusschlacht.de/service/anfahrt-und-kontakt/
Venner Straße 69
D - 49565 Bramsche-Kalkriese
Tel. 00 49 (0)54 68 92 04-0
Fax 00 49 (0)54 68 92 04-45
E-Mail kontakt@kalkriese-varusschlacht.de